Veranstalter, Aussteller und Medien sind »empört, konsterniert und bayreuthisiert«

Ausgerechnet zum Messeauftakt werden die exponiertesten Akteure und Fürsprecher in publizistischen Misskredit, um nicht zu sagen akuten Erklärungsnotstand gebracht. Lokalmediale Eiertänze verdeutlichen das Ausmass des Flurschadens – das Kind ist im Brunnen und der Autor abgetaucht bzw. noch überhaupt nicht namhaft und dingfest. Weiter...




Niemand bemerkte die Apathie des Inter­viewers – erst der Live-Knopf entfesselte die Schlammlawine

Schnelle Nummern haben immer bloss die anderen, weshalb alle Welt lediglich so tut, als wäre sie am Leben – so zumindest eine der zahllosen gifttriefenden Polemikspitzen des Verfassers von »Haut« nach dem wohl kürzesten Auftritt im literarischen Messesalon Leipzigs, um nicht von einem offenen Affront zu sprechen. Weiter...




Zitat Messesprecher: »An der Buchfront herrschen libysche, um nicht zu sagen japanische Zustände«

Nicht nur das libiduelle Ödland des landläufigen Kleinbürgers steht seit dieser neusten Kollektivverunglimpfung auf dem gesellschaftskritischen Prüfstand – das Abendland höchstselbst beliebt dieser Tage hochkant am sprichwörtlich seidenen Faden zu hängen. Nur ein kontrovers-kollateraler Großserben-Komik verheisst kryptische Linderung. Weiter...




Noch einmal: Das »Haut«-Interview im Glastunnel – nur für starke Nerven & kategorisch jugendunfrei

Schlüsselfrage (und Mutter aller Gesichtsverluste): Die 15 Nominierten für den Preis der Leipziger Buchmesse 2011 stehen fest; Ihr Name ist nicht dabei – wie kommt das?... Erste, noch spärlich ironisierte, kaum reflexzynisch unterkofferte Ad-hoc-Stellungnahme: Die Kritiker-Jury vermochte »Haut« mental-synergetisch nicht zu inkorporieren Weiter...




Sascha Lobo: Amazon hat angerufen, sie haben ein Buch verkauft ...

Weitere Pressemitteilung inaktiv: Leider hat der Herausgeber dieses Pressefach noch nicht für den uneingeschränkten Journalisten-Zugriff aktiviert – für Sponsoren und Herausgeber gilt im übertragenen Sinn: Raus aus Fukushima. Das mag für diverse Ohren lustfeindlich klingen, aber wir furzen demnächst Plutonium. Weiter...




Buchmesse: Zwischen Ruhm und Bestsellerliste – und dann wäre da noch das unwichtigste Opus

Der Hauptsponsor wiegelt ab: »Haut« rangiert derzeit auf Platz 1000 der örtlichen Bestenliste – und wenn die Dinge so weiterschlittern, könnte in äusserst absehbarer Zukunft sehr wohl der Tag kommen, an dem das Werk in der Tat von einem waschechten Konsumenten erstanden und am Ende womöglich noch gelesen wird. Weiter...




Kann man sich hinters Ohr schauen?

Der Autor bevorzugt eigener Aussage gemäss hinsichtlich »Bettfutter« frohe, simple Naturelle, blutjunge Geburtsdaten, umwerfendes Aussehen und »pralle Tittenmöpse«, denn: »Flachbrüstig, schlecht gelaunt, genial, uralt und kreuzhässlich bin ich selbst.« Weiter...




Die drängenden Fragen der aalglatten Messeprofis auch dies wohlgelittene Jahr – nun ja, drängen

Wohin heute Abend? Auf die Rowohlt-Party? Sehen wir uns morgen bei Fischer? Zischst du heute Nacht noch in die Glashallenbar? Oder auch, um dem albtraumartigen Großraum zu entkommen: Kurz rüber zu den Jugos? Na ja. Leibniz steht unter Druck. Äh, Leipzig. Gevögelt wird anderswo. Und dann wären da noch die Mäuse auf dem Mars. Weiter...




Der Büstenhalter der angegriffenen Hostess hielt dem ersten Angriff immerhin sprichwörtlich stand

Das Leben, das wahre Leben – es könnte einem vorkommen, als wäre es gestern gewesen. Aber ist das nicht bloss ein schicker Euphemismus für an sich unhaltbare Zustände? Wie lang war es her, im übrigen, bereits, dass wir uns eisern untersagten, den Damen länger dreist auf die doppelbackigen Steissbeine zu sperbern, hinterrücks, und uns endlich wieder wie zivilisierte Erdenbürger auf ihre gesegneten Oberweiten zu konzentrieren? Weiter...




Niemand versteht, weshalb der Interviewer sich das bieten liess – lauter Extrawürste

Wir möchten laut neusten Prognosen die Mast junger Weibstitten, die Crèm des Zitzenmatschens unseres spritzendenmüssenden Gelingens: noch während die kaum genommenen Leckerstuten in unseren allesfingernden Pranken wabbeln und bibbern und zischen und quietschen. Der Sturm im Wasserglas mag beginnen. Wer wüsste es besser als wir, die anderen.

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